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Langues et sciences

Pour de meilleures pratiques en matière d'utilisation parallèle des langues dans les universités nordiques : 11 recommandations - Best practice of parallel language use at Nordic Universities: 11 recommendations (Nordic Council of Ministers, 2018)

Last Updated: 6 Aug 2019

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Best Practice des parallelen Sprachgebrauchs an nordischen Universitäten:
11 Empfehlungen

Zusammenfassung und politische Perspektive

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Die Globalisierungswelle im Universitätssektor ist der wichtigste Katalysator für die Arbeit der Parallelsprachgruppe des Nordischen Ministerrats. Hochschulbildung und Forschung sind zunehmend mehrsprachige Aktivitäten, die eine hoch entwickelte Sprachpolitik erfordern. In diesem Bericht gibt die Gruppe 11 Empfehlungen für den Gebrauch von lokalen und internationalen Sprachen an Universitäten in der nordischen Region ab. Sie werden in Kapitel 3 vollständig vorgestellt und in Kapitel 4 ausführlicher behandelt. Kurz gesagt, das sind sie:

1. Jede Universität sollte eine Sprachpolitik haben.

2. Jede Universität sollte einen Ausschuss für Sprachenpolitik haben.

3. Jede Universität sollte über ein Sprachzentrum verfügen.

4. Im Ausland rekrutiertes Personal sollte Kurse in der Unterrichtssprache, der gemeinsamen Sprache und der Sprache für besondere Zwecke angeboten werden.

5. Verschiedene Kategorien von Schülern sollten Sprachkurse nach Bedarfsanalysen angeboten werden.

6. Dozenten und Forschern sollten Sprachkurse nach einer Bedarfsanalyse angeboten werden.

7. Die Universitäten sollten ihre Unterrichtssprachen nach den Prinzipien des parallelen Sprachgebrauchs und des "internationalen Klassenzimmers" wählen.

8. Die Sprachenpolitik der Universität sollte auch die in der Verwaltung verwendete Sprache abdecken.

9. Die Universitäten sollten die Wahl der Sprache für Veröffentlichungen überwachen und regelmäßig neu bewerten.

10. Die Sprachenpolitik der Universität sollte auch die Sprache umfassen, die bei der Verbreitung von Wissen, bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei externen Kommunikationsaktivitäten verwendet wird.

11. Die Sprachenpolitik sollte die Entwicklung digitaler Ressourcen zur Sprachunterstützung an jeder Universität umfassen.

Die Qualität von Lehre und Forschung an den Universitäten hängt von der Fähigkeit von Studierenden, Forschern und Dozenten ab, die erforderlichen Sprachkenntnisse für eine fortgeschrittene, international wettbewerbsfähige intellektuelle Arbeit zu entwickeln. Daher müssen sie fast immer mehrsprachig sein. Dies ist jedoch nicht selbstverständlich. Vielmehr muss ihnen eine organisierte, externe Unterstützung auf der Grundlage sorgfältiger Bedarfsanalysen gewährt werden.

In einer globalisierten Welt müssen Universitäten und Hochschulen integrativ sein. Dies gilt für gewöhnliche Studenten mit unvollständigen akademischen Sprachkenntnissen, für Studenten, die in ihrem eigenen Land studieren, deren Muttersprache aber nicht die Hauptsprache des betreffenden Landes ist, für Migranten, Austauschstudenten und Gaststudenten. Sie gilt auch für internationale Forscher und andere Forscher, die sich in einer in vielerlei Hinsicht fremden Umgebung befinden.

Als wichtigste gesellschaftliche Institutionen für die Produktion und Vermittlung neuen Wissens haben die Universitäten die demokratische Pflicht, den wissenschaftlichen Dialog sowohl in internationalen Forscherkreisen als auch mit breiten Bevölkerungsgruppen zu pflegen und zu entwickeln. Dies erfordert vielfältige sprachliche Kompetenzen.

Es sei auch darauf hingewiesen, dass gut entwickelte Strategien für den parallelen Sprachgebrauch in der gesamten Region erhebliche nordische Synergien schaffen werden. Die nordischen Universitäten haben ihren Sitz in Ländern, in denen die Hauptsprachen im internationalen Vergleich mittelgroß, aber hoch entwickelt sind und in denen Englisch an Universitäten und anderswo auf hohem Niveau gesprochen wird. Die Geschäfte werden sowohl in der Landessprache als auch in Englisch geführt. Damit sind die Bedingungen für den parallelen Sprachgebrauch an nordischen Universitäten außerordentlich gut. Im Vergleich zu den Beobachtungen der Gruppe im europäischen Ausland scheint die nordische Debatte über den parallelen Sprachgebrauch vorangekommen zu sein. Der nordische Erfahrungsaustausch, die Leitlinien und in vielen Fällen die Programme zur Entwicklung der nordischen Fähigkeiten und zum Aufbau von Ressourcen führen dazu, dass die Region relativ leicht zu einer weltweit führenden Position in diesem wachsenden Bereich werden könnte. Angesichts der Rahmenbedingungen der Globalisierung ist der parallele Sprachgebrauch auch für die Entwicklung der nordischen Sprachgemeinschaft wichtig.

Kapitel 1 berichtet über die Arbeit der Gruppe und skizziert den Hintergrund dafür; Kapitel 2 erläutert wichtige Begriffe und Konzepte; Kapitel 3 stellt die 11 Empfehlungen vollständig dar; und Kapitel 4 behandelt jede der Empfehlungen und die dahinter stehenden Überlegungen.