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Denglisch und der Verein Deutsche Sprache

Die flüchtige Ausdruckskraft des Denglischen zehrt von der Missachtung und Verletzung tradierter sprachlicher Regeln und Bezeichnungen. Es ist eine (Anti-)Konvention zur Bezeichnung alles dessen, was uns per „neuestem Schrei“ überraschen soll, damit wir es als weltoffen, zeitgemäß, interessant – kurz: als modern und erwerbenswert fraglos anerkennen.

Sprachschwache Werber, aufgeblasene Großsprecher, gedankenlose Schnellschreiber, trendgestylte Szenehaie und denkfaule Bürokraten beschwatzen uns auf Denglisch, wenn sie uns nicht davon überzeugen können, warum wir eine neue Ware, einen Trend, einen neuen Gedanken oder die neueste Verwaltungsmaßnahme ohne Murren als „unkonventionell“ anerkennen oder hinnehmen sollen. Kaum etwas hinter ihrem falschen Englisch im Deutschen ist neu. Meist ist es nur zeitgeistig auf modern geschminkt. Dies lässt dieselben Dinge, auf Deutsch bezeichnet, zwangsläufig als altbacken erscheinen.

Der Zeitpunkt, zu dem alle anderen Sprachen zu Gunsten des Englischen endgültig außer Mode sind, wäre auch das Ende der Modernität des Englischen. Denn gegen welche Sprache könnte es sich denn dann noch als modern abheben? Es hat seine Modernität von denjenigen Sprachen, die ihm zuliebe sozusagen (ver)modern müssen, doch nur geliehen! Es gibt keinen sprachlichen Grund, dem Englischen von vornherein mehr Modernität und Unkonventionalität zuzutrauen als anderen modernen Sprachen.

Urteile, Vorurteile und unsere Erwiderungen

Diese Rubrik wird betreut und laufend ergänzt von Dr. Gerd Schrammen (GS) und Prof. Dr. Hermann H. Dieter (HHD), zwei Mitgliedern des VDS-Bundesvorstandes. Weitere Autoren sind Dieter Föhr (DF) und Kurt Gawlitta (KG).

 

Gegen Denglisch

 

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