Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. 3. 2008
Le recul du nombre de ceux qui apprennent l'allemand à travers le monde suscite l'inquiétude du gouvernement fédéral, surtout dans l'optique de la croissance économique, quand on sait que la moitié des collaborateurs des plus grandes entreprises allemandes résident à l'étranger.Weniger Interesse an Deutsch
Die Bundesregierung sorgt sich um die schwindende Attraktivität der deutschen Sprache in der Welt. Die Zahl der Deutschlerner sei in den letzten fünf Jahren um mehr als drei Millionen gesunken. „Dies entspricht einem Rückgang von 17 Prozent", heißt es in einer Studie, die das Auswärtige Amt bei der Unternehmensberatung McKinsey in Auftrag gab. Danach wurden für das Jahr 2005 nur noch 16,8 Millionen Deutschlerner an ausländischen Schulen, Hochschulen und in der Erwachsenenbildung ermittelt. „Derzeit lernen 0,3 Prozent der Weltbevölkerung Deutsch", Die Anzahl außerhalb Europas sei „sehr gering", sie liege unter zwei Millionen. Besonderes Augenmerk galt in der Untersuchung den 117 deutschen Auslandsschulen, die es in insgesamt 63 Ländern gibt. Sie werden von Deutschland mit etwa 130 Millionen Euro im Jahr finanziert. Als „Kernaufgabe deutscher Außenpolitik" wird im Auswärtigen Amt die auswärtige Bildungspolitik bezeichnet, zu der die deutschen Schulen zählen. Durchschnittlich 1.800 Euro kostet Deutschland jeder Schüler an den Auslandsschulen. Besonders hoch liegen die Kosten in Asien (5.000 Euro). In Afrika liegen die Kosten für einen Schüler bei 900 Euro. Nur in Westeuropa, Nordamerika und im nördlichen Afrika sind die meisten Schüler auch Deutsche. Von den 40.000 Schülern in Lateinamerika sind dagegen 90 Prozent Einheimische, 80 Prozent sind es in Osteuropa und die Hälfte in Asien. Von den insgesamt 70.000 Schülern sind nur ein Viertel Deutsche. Begründet wird die Notwendigkeit der Förderung der deutschen Sprache mit Wirtschaftsdaten. Da die Mehrzahl der Mitarbeiter deutscher Dax-Unternehmen im Ausland lebe - selbst Deutsche Post und Deutsche Bank haben der Studie nach mehr als die Hälfte ihrer Beschäftigten im Ausland -, gilt eine große Auswahl an Deutschsprechenden als notwendig für wirtschaftliches Wachstum. wus.