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babel.ch, ein Gemeinschaftscomic ist erschienen!

Der Direktor des Bundesamtes für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, äusserte seine Erwartungen am Tag, bevor der Bundesrat die Verordnung über die Landessprachen verabschiedet hat, also am 3. Juni 2010, folgendermassen: «Wir erwarten von unseren Partnern eine qualitätsvolle Arbeit mit überzeugenden und lebensnahen Programmen, damit die Leistungen im Bereich der Verständigung jedermann zugänglich sind und dazu beitragen, diese Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften im Alltag zu fördern». Gerade jetzt gelangt der Gemeinschaftscomic über die Sprachen frisch ab Druckerpresse an die Öffentlichkeit. Mit der Idee zu diesem Projekt hat sich das Forum für die Zweisprachigkeit allerdings schon seit 2008 befasst.

babel.ch ist ein Gemeinschaftsabenteuer von 13 Comiczeichnern und Illustratoren aus acht Schweizer Kantonen, die in neun bislang unveröffentlichten, je vierseitigen Geschichten und vier Illustrationen ihre Sicht der Schweizer Mehrsprachigkeit bildlich dargestellt haben. Es ist auch ein Projekt, das verschiedene Kulturen zusammenbringt: In der Romandie geniessen Comics breite Bekanntheit, in der Deutschschweiz tragen sie andere, eher illustrative Züge und jenseits des Gotthards sind sie noch einmal seltener anzutreffen.

Georges Pop, Journalist und Gründer des Ateliers BD-Force, hat die Herausforderung angenommen, als Projektleiter eine in der Schweiz einzigartige Autorengruppe zusammenzustellen. Das Thema, das die bekannten und weniger bekannten Autoren auf der ihr gebotenen öffentlichen Plattform behandeln, ist ein und dasselbe. Ihre Ergebnisse allerdings sind so vielfältig wie die Ansichten zum Verhältnis der Sprachen in unserem Land.

Entstanden ist das allen Personen «zwischen 7 und 77» gewidmete Comicprojekt aus dem Wunsch, eine Diskussion über die Sprachenfragen in einer originelleren Weise zu lancieren, weniger «politisch korrekt» als üblich. Deshalb wurde Schweizer Künstlern das Wort – oder viel mehr der Stift – überlassen und ein Medium gewählt, das speziell die jüngere Generation anspricht, für die Einsprachigkeit zwar zu einer Ausnahme im familiären und gesellschaftlichen Bereich geworden ist, die es aber nicht unbedingt für nötig halten, Fragen des nationalen Zusammenhalts zu diskutieren.

Weitere Informationen: Esta dirección de correo electrónico está siendo protegida contra los robots de spam. Necesita tener JavaScript habilitado para poder verlo., Forum für die Zweisprachigkeit. Tel.: 078 661 89 75.

Esta dirección de correo electrónico está siendo protegida contra los robots de spam. Necesita tener JavaScript habilitado para poder verlo. babel.ch zum Preis von Fr. 25.-.