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Literaturpreis der Europäischen Union

Ziel und Zweck des Preises

Literacy Prize

Mit dem Preis sollen Kreativität und Vielfalt der zeitgenössischen Literatur Europas herausgestellt und die Verbreitung von Literatur innerhalb Europas sowie das Interesse an literarischen Werken aus anderen Ländern gefördert werden. Die erstmalige Überreichung dieses Preises an die preisgekrönten Schriftsteller findet am 28. September 2009 im Rahmen eines Festakts im Kunstzentrum Flagey in Brüssel in Anwesenheit des Schutzherrn des Preises – Henning Mankel – sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus den Bereichen Kultur, Literatur und Politik statt. Kommissionspräsident Barroso und Kommissar Figel' werden ebenfalls anwesend sein. Der Preis wird an Nachwuchstalente aus den teilnehmenden Ländern im Jahr 2009, 2010 und 2011 vergeben. Für den Preis 2009 wurden folgende Länder ausgewählt: Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Schweden und Ungarn. Im Jahr 2010 werden Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Luxemburg, Mazedonien, Rumänien, Slowenien, Spanien und Zypern teilnehmen, im Jahr 2011 Bulgarien, Griechenland, Island, Lettland, Liechtenstein, Malta, die Niederlande, Serbien, die Tschechische Republik, die Türkei und das Vereinigte Königreich.

Der Literaturpreis der Europäischen Union wird über das Programm „Kultur“ und ein Konsortium finanziert, das sich aus dem europäischen Buchhändlerverband (EBF), dem europäischen Schriftstellerkongress (EWC) und dem europäischen Verlegerverband (FEP) zusammensetzt.

Dieses Konsortium hat nationale Stellen gebeten, eine Auswahljury für den Preis in ihrem Land einzusetzen.

Die nationalen Jurys stützten sich jeweils auf ein Modell, das den nationalen Gegebenheiten Rechnung trug.

Die Koordinierung der Organisation der Jury und des Auswahlverfahrens lag in den Händen des europäischen Schriftstellerkongresses, der eng mit dem EBF und dem FEP zusammenarbeitete. Die Mitglieder der Jury wurden von nationalen Mitgliedern des EBF, EWC und des FEP ernannt. Jede nationale Stelle erhielt Richtlinien für die Zusammensetzung der Jury. Den Vorsitz der Jury führte ein Präsident, der für die Erstellung eines Berichts an das Konsortium (EBF, EWC und FEP) zuständig war. Die nationalen Jurys umfassten drei bis fünf Mitglieder.

Der Bericht der Jury mit der Begründung der Jury und einschlägigen Angaben zu den Preisträgerinnen und Preisträgern und ihren Werken wurde in der jeweiligen Landessprache sowie in Englisch und Französisch vorgelegt.


Auswahlkriterien

Die Nachwuchstalente wurden anhand der von der Europäischen Kommission festgelegten Vorgaben ausgewählt:

  • Die Autoren müssen Staatsbürger eines der zwölf ausgewählten Länder sein.
  • Die Autoren müssen zwei bis fünf belletristische Bücher veröffentlicht haben.
  • Die benannten Bücher dürfen höchstens fünf Jahre vor der Ausschreibung des Preises veröffentlicht worden sein.

Programm „Kultur“

Das Programm „Kultur“ unterstützt grenzübergreifende Projekte der kulturellen Zusammenarbeit, in die Akteure aus mindestens drei am Programm teilnehmenden Ländern eingebunden sind. Es bietet ferner besondere Unterstützung für die Übersetzung literarischer Werke und steht allen Kultursektoren mit Ausnahme des audiovisuellen Bereichs, für den ein separates Programm eingerichtet wurde, offen. Außer diesem Preis werden auch andere EU-Auszeichnungen in den Bereichen Architektur, Kulturerbe und Popmusik über das Programm „Kultur“ kofinanziert.

 

Die Gewinner des diesjährigen Preises 2010 sind

Belgium: Peter Terrin, De Bewaker (The Guard)

Cyprus: Myrto Azina Chronides, To Peirama (The Experiment)

Denmark: Adda Djørup, Den mindste modstand (The least resistance)

Estonia: Tiit Aleksejev, Palveränd (The Pilgrimage)

Finland: Riku Korhonen , Lääkäriromaani (Doctor Novel)

Germany: Iris Hanika, Das Eigentliche (The Bottom Line)

Luxembourg: Jean Back, Amateur

Romania: Răzvan Rădulescu, Teodosie cel Mic (Theodosius the Small)

Slovenia: Nataša Kramberger, Nebesa v robidah: roman v zgodbah (Heaven in a blackberry bush: novel in stories)

Spain: Raquel Martínez-Gómez, Sombras de unicornio (Shadows of the unicorn)

Former Yugoslav Republic of Macedonia: Goce Smilevski, Сестрата на Зигмунд Фројд (Sigmund Freud's sister)

Die Gewinner des diesjährigen Preises 2009 sind

ÖSTERREICH
Preisträger: Paulus Hochgatterer
Prämiertes Buch: Die Sübe des Lebens (2006) – englische Ausgabe: The Sweetness of Life
Verlag: Paul Zsolnay Verlag, Wien
KROATIEN
Preisträgerin: Mila Pavicevic
Prämiertes Buch: Djevojčica od leda i druge bajke (2006) – englische Ausgabe: Ice Girl and Other Fairy-tales
Verlag: Naklada Bošković, Split
FRANKREICH
Preisträgerin: Emmanuelle Pagano
Prämiertes Buch: Les Adolescents troglodytes (2007)
Verlag: Editions P.O.L, Paris
UNGARN
Preisträgerin: Noémi Szécsi
Prämiertes Buch: Kommunista Monte Cristo (2006) – englische Ausgabe: Communist Monte Cristo
Verlag: Tericum, Budapest

IRLAND
Preisträgerin: Karen Gillece
Prämiertes Buch: Longshore Drift (2006)
Verlag: Tericum, Hachette, Dublin

ITALIEN
Preisträger: Daniele Del Giudice
Prämiertes Buch:Orizzonte mobile (2009) – englische Ausgabe: Movable Horizon
Verlag: GiulioEinaudi editore                 

LITAUEN
Preisträgerin: Laura Sintija Černiauskaitė
Prämiertes Buch: Kvėpavimas į marmurą (2006) – englische Ausgabe: Breathing into Marble
Verlag: Alma Littera

NORWEGEN
Preisträger: Carl Frode Tiller
Prämiertes Buch:Innsirkling (2007) – englische Ausgabe : Encirclement
Verlag: Aschehoug

POLEN
Preisträger: Jacek Dukaj
Prämiertes Buch: LÓD ( 2007) – englische Ausgabe: ICE
Verlag:Wydawnictwo Literackie

PORTUGAL
Preisträgerin: Dulce Maria Cardoso
Prämiertes Buch: Os Meus Sentimentos (2005)
Verlag: Asa Editores

SLOWAKEI
Preisträger: Pavol Rankov
Prämiertes Buch:Stalo sa prvého septembra (alebo inokedy) (2008) – englische Ausgabe:It Happened on September the First (or whenever)
Verlag: Kalligram

SCHWEDEN
Preisträgerin: Helena Henschen
Prämiertes Buch: I skuggan av ett brott (2004) – englische Ausgabe: The Shadow of a Crime
Verlag: Brombergs
The prize winners (Authors CV's)